oder wie alles begann...
Die Geschichte
der ARENA Dresden
Teil 6 - die Finanzierung
| Juni 1995 - Dezember 1996 |
- Eine interessante Entwicklung hat die Finanzierung
des Vorhabens genommen. Innerhalb des links benannten Zeitraums
basierte die Finanzierung auf der besonderen Gesetzgebung in den
neuen Bundesländern: Die Kombination von 50%iger Sonderabschreibung
und von ca. 35% Förderzulagen und -zuschüssen. Nach 5 Jahren gab
es 75 % Abschreibung mit entsprechenden Liquiditätsrückflüssen des
eingesetzten Kapitals. |
| Jan / Feb. 1997 |
- Nach Wegfall der Sonderabschreibung - wir
erinnern uns: Restitutionsansprüche tauchten "plötzlich" auf - gab
es eine gemeinsame Anstrengung mit dem damaligen Bürgermeister für
Finanzen, Dr. Höß. Das Investorenmodell sollte beibehalten und durch
eine Ausfallbürgschaft der Landeshauptstadt Dresden abgesichert
werden. Das Regierungspräsidium Dresden stimmte diesem Vorgehen
am 12.03.1997 nicht zu. Am 03.04.1997 wurde uns diese Nachricht
zugestellt. Das gleiche Schicksal ereilte damals zeitgleich auch
das Vorhaben "Gasometer Reick", das von Babcock und Hochtief zum
Musical "Elisabeth" umgebaut werden sollte. |
| April / Mai 1997 |
- Das Finanzierungsmodell wurde grundlegend
umgestellt von einem Investorenmodell zu einem Betreibermodell.
Die Investitionskosten sollten durch Fördermaßnahmen der Deutschen
Ausgleichsbank gesenkt werden. Die Deutsche Ausgleichsbank stellte
zu dem Zeitpunkt 13,6 Mio. DM Fördermittel zugunsten der Wettiner
Halle Betriebs GmbH in Aussicht. Zu diesem Zeitpunkt entschlossen
wir uns, das Investitionsvorrangverfahren in Auftrag zu geben. |
| 1996 |
- Als zukünftige Betreibergesellschaft konnte
zu einem relativ frühen Zeitpunkt die DEKRA Promotion GmbH gewonnen
werden, die eine genau definierte Mietgarantie in einem Letter of
Intend fixierte. Die DEKRA Promotion engagierte sich damals noch
am Schauspielhaus Baden Baden, auf dem Lausitz-Ring und bewarb sich
auch um die Betreibung des Metropoltheaters sowie der Max-Schmeling-Halle
und des Velodroms in Berlin. |
| April 1997 - April 1998 |
- Sämtliche Maßnahmen in dieser Zeit standen
unter dem Vorbehalt des positiven Ausgangs des Investitionsvorrangverfahrens
- einschließlich der Widerspruchszeit. Dies ist wichtig für jene,
die heute fragen, warum das Projekt Arena solange dauert. Selbst
wenn die Initiatoren gewollt hätten, ihnen waren die Hände gebunden.
Das wird sich im Laufe der folgenden Jahre mehrmals wiederholen.
In Insider-Kreisen heißt dies "die Dresdner Krankheit", wie wir
später erfahren sollten. |
| 01.
Sept. 1996 |
- Die erste privat finanzierte und privat
betriebene Arena Deutschlands wird in Oberhausen eröffnet. Betreiber
ist die deutsche Tochter der Ogden Corp. aus den USA, Ogden Entertainment
(Deutschland) GmbH. Auch zu diesem Thema später mehr.... |
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