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Wien, Österreich, 01.09.2010

Seit Monaten brodele die Gerüchteküche beim Fußball-Bundesligaklub Magna Wr. Neustadt. Die bislang unbeantworteten Fragen: Werde ein neues Stadion gebaut? Werde der Sponsorvertrag mit Magna und Frank Stronach verlängert? Die Stadion-Neubaupläne lägen bei den Akten. Ernst Neumann, der Vizepräsident des Vereins: "Wenn Sie mit einem 5:0-Sieg gegen den LASK, einem 2:1-Sieg gegen Rapid im Hanappi-Stadion und einem Remis gegen die Wiener Austria dann als Tabellendritter gegen Tabellenführer Ried in Wr. Neustadt vor nur knapp 2.000 Besuchern um die Tabellenspitze spielen, dann ist es durchaus legitim, das Stadionprojekt zu hinterfragen."

Auch ein Umbau des bestehenden städtischen Stadions koste vier Millionen Euro. Was die Zukunft des Klubs betreffe, schwebe über allem ein großes Fragezeichen. "Wir müssen da abwarten, was Frank Stronach dazu sagt, und ich denke, er wird, wenn er jetzt zurückkommt, sich dazu äußern", so Vizepräsident Neumann. Alle Beteiligten hofften, dass das noch in dieser Woche passiere. (ORF)


Essen, 01.09.2010

Still und leise und wieder mal ohne einen Anflug von Kommunikation mit der Öffentlichkeit habe Oberbürgermeister Reinhard Paß seine Stadionprüfung für beendet erklärt. Das Ergebnis sei so, wie es alle erwartet hätten, die halbwegs in der Materie zu Hause seien: Es gebe keinen Alternativstandort. Nur an der Hafenstraße, wo bereits Millionen in die Vorplanung geflossen seien, lasse sich der Neubau einer Fußballarena realisieren. Und genau das werde nun aller Voraussicht nach auch geschehen.

Das Georg-Melches-Stadion sei eine Ruine, sei schlicht und einfach hinüber. Eine neue Arena sei somit streng genommen nichts weiter als eine Ersatzinvestition. Bleibe diese aus, wäre Profi-Fußball in Essen für alle Zeiten tot. Der politische Wille sei eindeutig, im Rat gebe es mindestens eine Dreiviertel-Mehrheit für das Vorhaben, baurechtliche Hindernisse seien längst ausgeräumt. Im Grunde setze ein demokratisch legitimierter Automatismus ein. Wichtig sei, den Beschluss jetzt schnell, aber mit aller gebotenen Sorgfalt umzusetzen. (Der Westen)

Berlin, 02.09.2010

Tausende Berliner hätten sich von den Sportveranstaltungen, Shows und Konzerten in der Deutschlandhalle verzaubern lassen. Damit sei es vorbei: Die Deutschlandhalle sei längst geschlossen. Jetzt drohe der letzte Akt: der Abriss. Den vielfältigen Protesten und dem Widerstand des Bauamtes von Charlottenburg-Wilmersdorf sei es zu verdanken, dass die Deutschlandhalle am Messedamm 26 in Charlottenburg noch nicht längst Geschichte sei.

Bereits am 27. Mai 2008 habe der Berliner Senat den Abriss beschlossen. Da die 1935 errichtete und nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute Deutschlandhalle unter Denkmalschutz stehe, weigere sich Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) bislang erfolgreich, die Abrissgenehmigung zu erteilen. Nun drohe die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zwar, das Verfahren an sich zu ziehen, doch je näher die Wahlen im September 2011 rückten, um so weniger würden es sich die Politiker leisten können, den unpopulären Abriss auch durchzusetzen. Denn mit der Halle verbänden sich für viele Menschen wunderbare Erinnerungen an Konzerte, Zirkus-Shows und Sportveranstaltungen. Weltstars wie Abba, die Rolling Stones, AC/DC, Queen und Jimi Hendrix hätten auf der Bühne gestanden. Zwischenzeitlich habe die Deutschlandhalle immer mal wieder leergestanden, ohne Wartung, Sanierung oder Renovierung. Seit April 2009 sei sie nunmehr dauerhaft außer Betrieb. (Berliner Morgenpost)

Basel, Schweiz, 03.09.2010

Der Immobilienentwickler Losinger Construction AG plane bei Basel die größte Event- und Sporthalle der Schweiz. Laufe alles rund, solle das mehrere hundert Millionen Franken teure Projekt des US-Architekten Chad Oppenheim bereits im Herbst 2015 stehen. Realisiert werden solle das Vorhaben neben dem Fußballstadion St. Jakob-Park auf dem Hagnau-Areal in Muttenz (Baselland), wie die Losinger Construction AG am Donnerstag mitgeteilt habe.

Vorgesehen sei eine Überbauung mit einer Nutzfläche von 90.000 Quadratmetern. Im Zentrum des von der Basler Zeitung schon am Donnerstag publik gemachten Projekts stehe eine Arena mit einer Event- und Sporthalle. Diese könne bis zu 15.000 Personen fassen. In die Arena sollten eine zweite, kleinere Halle mit Platz für 5.000 Personen sowie ein 3.000 Quadratmeter großes VIP-Dorf integriert werden.

Die Arena allein koste rund 88 Millionen Euro. Nach den Vorstellungen der Entwickler sollten diese Kosten mehrheitlich von den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt getragen werden. Käme diese Beteiligung, mit der sich die beiden Basel auch die Steuerung des Betriebs sicherten, nicht zustande, würde es für die Halle sehr schwierig, habe ein Losinger-Vertreter auf Anfrage gesagt. Falls das Projekt den nötigen politischen Rückhalt finde, könne die Baubewilligung laut den Planern in zwei Jahren vorliegen. Dann könne 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden. (Badische Zeitung)


Berlin, 03.09.2010

Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) will das Internationale Congress Centrum (ICC) nicht wie bisher vom Senat beschlossen bei laufendem Betrieb sanieren lassen. Wolf habe gestern vor Journalisten angekündigt, dass er demnächst eine Vorlage in den Senat einbringen werde, die eine zweijährige Schließung des ICC und einen Ersatzbau am Standort der abzureißenden Deutschlandhalle vorsehe. Damit habe sich der Wirtschaftssenator nach monatelangen Debatten der Position der Messegesellschaft angeschlossen, die eine Sanierung des Gebäudes bei laufendem Betrieb schon immer als kaum möglich beurteilt habe.

Die ersten Schritte, um das neue Konzept für das ICC umzusetzen, seien der Abriss der Deutschlandhalle und der Start eines Wettbewerbs für den Bau der neuen Mehrzweckhalle. Dass der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf den Abriss der alten Arena gestoppt habe, wäre rechtlich nicht bindend, weil der Bezirk es versäumte, das Vorgehen mit der oberen Denkmalschutzbehörde des Landes abzustimmen, habe Wolf gesagt. (Berliner Morgenpost)

Halle an der Saale, 04.09.2010

Die Abrissarbeiten am maroden Kurt-Wabbel-Stadion in Halle seien abgeschlossen - nun beginne an gleicher Stelle der Um- und Ausbau der neuen Fußballarena. Ein Sprecher der Stadtverwaltung habe sagt, am Sonnabend werde dafür der erste Spatenstich gesetzt. Dazu würden neben Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados auch Finanzminister Jens Bullerjahn, Bauminister Karl-Heinz Daehre sowie der Präsident des Halleschen Fußballclubs, Michael Schädlich, erwartet.

Im neuen Stadion würden mehr als 15.000 Zuschauer Platz finden. Nach dem Vorbild englischer Stadien seien die Ränge nur noch zwei Meter vom Spielfeldrand entfernt und komplett überdacht. Zusätzlich entstehe ein dreigeschossiges Funktionsgebäude mit Haupttribüne, Umkleidekabinen, Pressezentrum, Räumen der HFC-Geschäftsstelle und VIP-Logen. Rund um die Arena seien 530 Pkw-Parkplätze geplant. Pünktlich zum Start der Saison 2011/12 solle das neue, 17,5 Millionen Euro teure Stadion fertig sein. (MDR)

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