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Wil, Schweiz, 29.07.2010

Für den Bau des Sportparks Bergholz sei mit Investitionskosten von brutto rund 57,5 Millionen Franken zu rechnen. Das sei eine für die Stadt Wil einmalig hohe Summe, die aber gerechtfertigt sei: Die Stadt Wil erhalte dafür eine wieder sehr attraktive, zeitgemässe Sportanlage. Und mit dem Umsetzen des Projektes für die Gesamtanlage werde die einmalige Chance geschaffen, Fussballstadion, Eishalle, Freibad und Hallenbad gleichzeitig betriebs- und kostenoptimiert zu erstellen. Im Wettbewerbsverfahren, das der Stadtrat für das Gesamtprojekt «Sportpark Bergholz» ausgeschrieben habe, seien von den eingeladenen Totalunternehmern Projekte mit einer Kostenspanne von (bereinigt) 52 bis 81,5 Millionen Franken eingereicht worden.

In der Beurteilung habe schliesslich das Projekt der Implenia AG die Jury überzeugt, wobei in der Bewertung neben der architektonischen und städtebaulichen Lösung insbesondere auch das optimale Kosten-Nutzenverhältnis und die beste Grundlage für eine kostengünstige Betriebsführung zu überzeugen vermocht habe. Nach der Überarbeitung habe die Implenia AG den Zuschlag für einen Preis von 56,3 Millionen erhalten.

Auf das Hallenbad mit Wellnessbereich entfallen 18,5 Millionen. Die Eishalle mit Platz für 1.000 Personen schlage mit 14,2 Millionen zu Buche, während das Fussballstadion mit 5.300 Steh- und 700 Sitzplätzen 10,8 Millionen ausmache. Der gemeinsame Eingang, das Restaurant sowie weitere zentrale Anlageteile seien zusammen mit 8,7 Millionen veranschlagt, die Sanierung und Erweiterung des Freibades komme auf 3,2 Millionen Franken zu stehen. (Infowilplus)

Offenbach, 28.07.2010

Die Offenbacher Kickers stünden vor einer vielversprechenden Zukunft. „Die meisten Vereine, die mit unserer Hilfe ein neues Stadion gebaut haben, sind dann auch aufgestiegen“, habe Dr. Claus Binz den im „Kickers-Club“ vereinten Sponsoren berichtet. Binz, Geschäftsführer des Instituts für Sportstättenberatung GmbH (IFS), das die Ausschreibung für den 25 Millionen Euro teuren Stadionneubau in Offenbach leite, sei direkt aus Saudi-Arabien, wo das IFS ein 15-Milliarden-Projekt betreue, nach Offenbach gekommen und habe den Mitgliedern des Kickers-Clubs, 130 Sponsoren des Drittligisten, einen umfangreichen Einblick in die aktuellen Entwicklungen zum Stadionneubau gegeben. Fünf Firmen seien mit einer Planung beauftragt worden.

Ihre Ergebnisse müssten sie bis 2. September abliefern. Dann begönnen die konkreten Verhandlungen über die Baupläne und Finanzierung. Dass es dabei einiges zu tun gebe, habe Dr. Binz am Beispiel der Waldemar-Klein-Tribüne verdeutlicht. Einzige Vorgabe seien 7.200 Stehplätze. Damit könne die Stehtribüne aber um einiges niedriger ausfallen als die übrigen drei Tribünen im Stadion. „Dann muss man mal abwarten, was die Firmen vorschlagen. Eventuell noch Sitzplätze.“ (Offenbach-Post)

Klagenfurt, Österreich, 27.07.2010

Seit Juli 2008 werde über Rückbau oder Fertigstellung der EM-Arena in Klagenfurt diskutiert. Jetzt scheine es der Baufirma zu reichen. Die ARGE Porr/Alpine habe der Stadtregierung die Rute ins Fenster gestellt. Das könne für die Landeshauptstadt fatal werden. Denn nur wenn die Baufirma wolle, könne es im Stadion noch Länderspiele geben. "Für die Fußball-Regionalliga ist alles klar, da für diese Partien nur der Unterrang geöffnet wird", habe ein Insider erklärt, "zur Öffnung des Oberrangs ist eine Einzelgenehmigung nötig, Die ist für das Länderspiel am 11. August erteilt, darüber hinaus wird es wohl keine mehr geben."

Noch etwas sei Faktum: Von den 15,5 Millionen Euro, die die Fertigstellung noch kosten solle, seien zehn Millionen schon verbaut worden. Dafür laufe auch die Zinsbelastung für die Stadt. "Da weder wir noch die Stadt einen langen Rechtsstreit wollen, wird es demnächst eine, für beide Seiten, sehr gute Lösung geben", habe ARGE-Mitglied Helmut Haas versprochen, "in dem Betrag nicht enthalten sind Verfahrenskosten." (Kleine Zeitung)

Wien, Österreich, 26.07.2010

Wiener Neustadts Vizepräsident Ernst Neumann sei im Moment nicht zu beneiden. Wolle doch jeder von ihm wissen, ob das neue Stadion nun gebaut werde oder nicht. Der Einzige, der die Frage aber wirklich seriös beantworten könne, schweige dazu im Moment beharrlich. Denn Mäzen Frank Stronach wolle derzeit rein gar nichts von Fußball wissen, habe auch ein Treffen mit Neumann platzen lassen. Daher habe es auch nur telefonisch die Auskunft gegeben, das es keine Auskunft gebe. Dass Stronach mit seiner Taktik nur die Spekulationen schüre, sei klar. Neumann versuche aber zu beruhigen: „Jeder, der Frank kennt, der weiß, dass alle Verträge eingehalten werden.“

Fix rechnen dürfe Neumann auf jeden Fall mit der Unterstützung der Stadt. Bürgermeister Bernhard Müller: „Natürlich wäre ein neues Stadion schön gewesen, aber wenn es jetzt nicht kommen sollte, müssen wir die Entscheidung auch respektieren.“ (NÖN)

Ludwigsburg, 23.07.2010

Die Stadt Ludwigsburg wolle die Ludwigsburger Arena selbst betreiben und und die bisherigen Verantwortlichen ablösen. Die Stadt werde demnach die Anteile der bisherigen Gesellschafter kaufen und Mitarbeiter des Forums am Schlosspark mit der Vermarktung, dem Belegungsmanagement sowie der technischen Abwicklung betrauen. Der Preis für diese Anteile betrage symbolische sechs Euro. Nötig sei diese Neuausrichtung, weil das bisherige Konstrukt nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe. In der Arena hätten zu wenige Veranstaltungen stattgefunden, die eigens gegründete Betreibergesellschaft sei an der Insolvenz vorbei geschrammt, den sechs Mitarbeitern im Mai gekündigt worden.

Statt Prestige habe die Arena Probleme gebracht, die nach der Einschätzung von Beobachtern zwei Ursachen hätten. "Zum einen sei der bisherige Hallenmanager Klaus Grundmann nicht so umtriebig gewesen, wie es nötig gewesen wäre. Er und seine Firma SEM spielen beim künftigen Betrieb der Halle denn auch keine Rolle mehr. Zum anderen scheint das Finanzierungsmodell des Komplexes einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich gemacht zu haben." (Stuttgarter Zeitung)

"Wir gehen davon aus, dass es mit Tatkraft und guten Veranstaltungen möglich sein wird, die Arena erfolgreich zu betreiben", habe der Ludwigsburger OB Werner Spec gestern bei einem Pressegespräch gesagt, bei dem die Verwaltung erklärt habee, wie sie diesen Erfolg erreichen wolle. Am Abend zuvor habe der Gemeinderat mit 24 Ja- und sieben Nein-Stimmen zugestimmt, die Arena von dem privaten Betreiber als "Soforthilfemaßnahme" für sechs Euro zu übernehmen. Dafür müssten nun Uwe Greipel-Dominik und Petra Roser ran, die bisher schon für die Technik und die Vermarktung des Forums am Schlosspark verantwortlich seien.

So gebe es bereits Pläne, wie die Halle belebt werden könne. Die Miete für die im Oktober eröffnete Multifunktionshalle werde günstiger. 60 Veranstaltungen seien im kommenden Jahr geplant. Außerdem rechne die Stadt mit einer Vervielfachung der Einnahmen aus den Werberechten sowie der Vermarktung der Vip-Logen. Unterstützung dabei solle von der EnBW-Ludwigsburg kommen, die durch ihr Sponsoren-Netzwerk viele Firmenkontakte habe. (Stuttgarter Nachrichten)

Berlin, 21.07.2010

Kulturinvestor Falk Walter habe das Areal um die Treptower Arena und den Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstraße zu neuem Leben erweckt. Aber hinter den Kulissen gebe es Streit. Walter würden offenbar Geldsorgen plagen. Vor gut einer Woche sei Walters Kulturarena Veranstaltungs GmbH vom Amtsgericht Charlottenburg ein finanzieller Aufpasser verordnet worden. Ohne die Zustimmung des Insolvenzverwalters Udo Feser dürfe die Arena seitdem keine finanziellen Transaktionen mehr vornehmen, wie Ulrich Wimmer, Pressesprecher der Zivilgerichte, am Montag bestätigt habe. Auslöser sei ein Insolvenzantrag gewesen, der gegen die Arena-Betreiber gestellt worden sei – ob und von welchem Geschäftspartner des Unternehmens, dürfe das Gericht nicht mitteilen.

Insolvenzverwalter Feser, der einst auch für das zahlungsunfähig gewordene Tempodrom zuständig gewesen sei, sei für Nachfragen nicht zu erreichen gewesen. Walter habe über Arena-Sprecherin Lone Bech mitteilen lassen, dass man „überzeugt“ sei, dass es dem Unternehmen gelinge, den vorläufigen Antrag auf Prüfung einer Insolvenz „vom Tisch zu kriegen“. Am Donnerstag ende das Ultimatum, sage Bech. (Der Tagesspiegel)


Ingolstadt, 21.07.2010

Ab Mitte 2013 solle ein Kongresszentrum auf dem Gießereigelände die Tagungsgäste nach Ingolstadt locken und das bestehende Angebot ergänzen. "Das neue Hotel- und Kongresszentrum wird für die Innenstadt ein Quantensprung", beschreibe Werner Richler, Geschäftsführer der städtischen Industrieförderungsgesellschaft, seine ambitionierte Vision. Rund 4.000 Quadratmeter solle das geplante Tagungshaus auf dem Gießereigelände im Osten der Altstadt umfassen. Um Konferenzen und Tagungen flexibel gestalten zu können, werde das Gebäude in verschiedene Bereiche unterteilt. Die Grundlage für die Bebauung sei der Rahmenplan, den der Stadtrat im vergangenen Jahr gebilligt habe.

Um bis zum Dezember einen konkreten Bauplan zu haben, werde in wenigen Tagen die europaweite Ausschreibung gestartet. Die IFG trete als Bauherrin und Betreiberin für das Kongresszentrum auf, für das Vier-Sterne-Hotel mit etwa 220 Zimmern gebe es derzeit laut Richler drei renommierte Interessenten für den Betrieb. Der Komplex solle bis Mitte 2013 fertig gestellt sein und etwa 40 Millionen Euro kosten. (Donaukurier)

Bietigheim-Bissingen, 20.07.2010

Die Eishallendiskussion scheine ein Ende zu haben. Nach den Plänen der Stadt solle neben der bestehenden Eisfläche eine große Arena gebaut werden. Die Stadtwerke sollten die Halle nicht nur bauen und bezahlen, sondern später auch betreiben. So werde zudem die Stadtkasse geschont. Die alte Eishalle bleibe erhalten und werde saniert. Sie solle zukünftig als Trainingshalle zur Verfügung stehen. Damit sei ein Großteil der Steelers-Wünsche erfüllt. Der Bietigheimer Eishockey-Verein spiele zurzeit mit einer Ausnahmegenehmigung in der zweiten Liga.

Der bisherige Zeitplan sehe eine endgültige Beschlussfassung des Gemeinderats bis zum Herbst vor. In der heutigen Sitzung bekomme die Ratsrunde die Pläne erstmals öffentlich präsentiert. Doch nicht nur der Gemeinderat werde sich in den nächsten Wochen mit den Bietigheimer Eisplänen beschäftigen. Auch das Finanzamt werde genau nachrechnen. In Ludwigsburg werde geprüft, ob die konstanten Verluste aus dem Bäder- und Eishallenbetrieb – der jährliche Zuschussbedarf liege bei knapp drei Millionen Euro – auch steuerlich in der Bilanz der Stadtwerke geltend gemacht werden könnten. Denn nur auf diese Weise mache das neue Geschäftsfeld der Stadtwerke auch Sinn. Hinzu komme noch der Bau der neuen Eishalle. Die Investition von 16 bis 22 Millionen Euro habe einen jährlichen Kapitaldienst von rund 1,6 Millionen Euro zur Folge. Auch dies würden die Stadtwerke dann allein stemmen müssen. (Ludwigsburger Kreiszeitung)

"Ein neuer Saal für Shows und Unterhaltungskonzerte ist erforderlich, weder Eishalle noch Alter Schlachthof können die Anforderungen erfüllen." (SZ, 11.03.2008)

"Schlagersänger Howard Carpendale (62) findet in Dresden einfach keine Bühne, die groß genug für seine Show wäre. Die Stadt müsste schnellstens eine neue Konzerthalle bauen, wenn Künstler nicht weiterhin einen Bogen um Dresden machen sollen, riet Carpendale („Hello Again“) am Freitag." (DPA, SZ, DNN, 23.02.2008)

"Aber an der grundsätzlichen Konzert-Zweitrangigkeit der Landshauptstadt gegenüber Leipzig wird sich nichts ändern, solange es dort keine größere und besser geeignete Konzerthalle gibt." (Sächsische Zeitung, 28.02.2007)

"Viele Dinge gehen hier einfach vorbei. Es fehlt eben eine große Halle." so Konzertveranstalter Hermjo Klein im Dresdner Presseklub zum Thema "Chancen für Dresden, mal eine große Konzertstadt zu werden". (Sächsische Zeitung, 03.11.2004)

"Schade, dass Dresden keine größere Arena besitzt", so Peter Gorka, Vizepräsident des Deutschen Tennis-Bundes am Rande eines Tennis-Showduells zwischen Boris Becker und Michael Stich in Dresden. (Sächsische Zeitung, 11.02.2004)

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